Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea teleius)
Februar 8, 2014 at 11:31
Sigrid Dauth in Artenportrait, Blaeulinge, Bläulinge, Bläulinge (Lycaenidae), Heller Wiesenknopf-Ameisenblaeuling, Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling, Lycaenidae, Maculinea teleius, Rhopalocera, Scarce Large Blue, Schmetterlinge, Tagfalter

© arik37 (Arik Siegel)Deutscher Name: Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling

Englischer Name: Scarce Large Blue

Wissenschaftlicher Name: Maculinea teleius

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)

Familie: Bläulinge (Lycaenidae)

Unterfamilie: Zipfelfalter (Lycaeninae)

Größe: Er zählt zu den kleinen bis mittelgroßen Faltern mit einer Flügelspannweite von 28 bis 33 mm.

Kennzeichen: Die Flügeloberseite zeigt beim Weibchen in der Färbung starke Ähnlichkeit mit dem Männchen des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings (Maculinea nausithous). Die Oberseite ist dunkelblau, besitzt an den Rändern einen schwarzen breiten Streifen und hat außerdem auf den Vorderflügeln mehrere schwarze Flecken. Die Flügelunterseite ist gräulich bis bräunlich-grau, ohne bläulichen Schimmer. Die Hinterflügel-Unterseite weist zusätzlich Augenflecken und am Flügelsaum ein- bis zweireihig angeordnete dunkle Punkte auf. Dies ist ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zum Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea nausithous), der diese Zeichnungen auf der Hinterflügel-Unterseite nicht hat.

Vorkommen: In Deutschland ist er meist selten und dann nur im mittleren und südlichen Raum zu finden. Obwohl er in einzelnen Gebieten, wie z.B. im Alpenvorraum noch häufiger fliegt, ist er auf der Roten Liste für gefährdete Arten geführt. in Baden-Württemberg ist er schon vom Aussterben bedroht. Seine Lebensräume sind feuchte und sumpfige Wiesen in warmen Tälern mit der Futterpflanze Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis).

Futterpflanzen der Raupen: Ausschliesslich der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis).

Informatives: Er erscheint jährlich nur in einer Generation und fliegt von Anfang Juli bis Ende August. Das Weibchen legt die hellfarbigen Eier einzeln an den Knospen der noch nicht erblühten Futterpflanzen ab. Die im jungen Stadium rot und im älteren Entwicklungsstadium nur noch rötlich gefärbten Raupen  fressen zuerst an den sich allmählich öffnenden Blüten. Nach einigen Wochen lassen sie sich fallen und warten darauf von Ameisen aufgenommen und in die Ameisennester transportiert zu werden. Die jungen Raupen überwintern in diesen Nestern, wo auch die weitere Entwicklung erfolgt.

Besonderheit:

Entgegen der häufigen Annahme ist der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea teleius) keine eigenständige Schmetterlingsart. Die Wissenschaftler am Helmholzzentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle haben in aufwendigen Untersuchungen herausgefunden, dass es sich beim Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea teleius) und beim Dunklen Wiesenknopf Ameisenbläuling (Phengaris nausithous) um die gleiche Art handelt. Warum das so ist, kann man im Beitrag Auch Schmetterlinge beherrschen die Taktik der Täuschung nachlesen.

© arik37 (Arik Siegel)

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