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Wandkalender: Schmetterlinge auf Wiesen 2018

Unser Schmetterlingskalender für 2019 mit attraktiven Makrofotografien trägt den Titel Schmetterlinge an Gräsern 2019 - Butterflies on Grasses 2019 und erscheint in unserer Reihe der zweisprachigen Kalender in Deutsch und Englisch. Der erfahrene Makrofotograf und bekannte Schmetterlingsliebhaber Andreas Kolossa zeigt in seinen Nahaufnahmen wie farbprächtig und zierend die Unterseiten der heimischen Schmetterlinge sind. Lesen Sie mehr.

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Interview mit dem Fotografen Phil Dänzer: Take off - Schmetterlinge im Flug

Aktuelle Fotoausstellung "TAKE OFF - Schmetterlinge im Flug" von Phil Dänzer vom 1. September bis 3. November 2017 in Schloss Sayn, Deutschland.

2015/2016 zeigte das Papiliorama Kerzers in der Schweiz die spektakuläre Fotoausstellung Take off -Schmetterlinge im Flug mit ganz besonderen Fotos des Schweizer Fotografen und Filmgestalters Phil Dänzer. Anlässlich dieser Ausstellung ist das folgende Interview entstanden, das ganz erstaunliche Einblicke in das aufwendige über mehrere Jahre laufende Projekt zeigt.

Erfahren Sie mehr.

 

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Wie Schmetterlinge durch den Winter kommen - Tagfalter

© Sigrid Dauth. Silberfleck-Perlmuttfalter (Clossiana euphrosyne) Pearl-Bordered FritillaryNur einige wenige Nachtfalterarten sind so geschaffen, daß sie auch bei kühlen Temperaturen unterwegs sein können. Die meisten Schmetterlinge in Deutschland überdauern den Winter in verschiedenen Entwicklungsstadien oder sie verlassen das Land und fliegen in wärmere Gebiete. Der erste Teil der Serie zeigt das Überwinterungsverhalten der Tagfalter (Rhopalocera).

Nur ganz wenige Schmetterlinge überwintern als "Falter":

Sie suchen sich einen geschützten Platz z.B. in Baumstämmen, unter Laub, in Höhlen, in Häusern, in Scheunen, in Schuppen, in Kellern oder auf Dachböden. Dort verfallen sie in eine Art Winterschlaf und können in diesem Stadium auch Frost überstehen. Sobald die wärmende Sonne wieder da ist, das kann schon im Februar oder März sein, erwachen die Falter wieder, paaren sich und legen ihre Eier an den Fraßpflanzen der Raupen ab.

Dazu gehören:
Aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) das Tagpfauenauge (Inachis io), der Kleine Fuchs (Aglais urticae), der Großer Fuchs (Nymphalis polychloros), der C-Falter (Polygonia c-album) und der Trauermantel (Nympalis antiopa) und aus der Familie der Weißlinge (Piridae) der Zitronenfalter (Gonepteryx rahmni).

Einige Schmetterlinge überwintern als "Ei":

Die Eier werden von den Weibchen nach der Paarung im Sommer an geschützten Stellen von Steinen oder Pflanzen befestigt bzw. angeheftet, je nach Art einzeln oder in Gelegen. So überstehen sie die kalten Wintertage. Im Frühjahr schlüpfen die Raupen, die sich dann über einen Zeitraum von mehreren Wochen über verschiedene Wachstumsstadien weiterentwickeln, bis sie sich verpuppen. Im Juni bzw. im Juli, manchmal auch erst im August schlüpfen dann die Falter aus der Puppe.

Dazu gehören:
Aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) z.B. der Natterwurz-Perlmuttfalter (Boloria titania), der Mädesüß-Perlmuttfalter (Brenthis ino) und der Weißbindige Mohrenfalter (Erebia ligea), aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae) z. B. der Geißklee-Bläuling (Plebeius argus), der Dukatenfalter (Lycaena virgaureae) und der Pflaumen-Zipfelfalter (Satyrium pruni) und aus der Familie der Ritterfalter (Papilionidae) z.B. der Rote Apollofalter (Panasssius apollo). 

© Sigrid Dauth. Argusbläuling (Plebeius argus) Male Silver-studded Blue

Viele Schmetterlinge überwintern als "Raupe":

Die Raupen überstehen die kalten Wintermonate in verschiedenen Entwicklungsstadien, als Jungraupen, als halberwachsene oder als erwachsene Raupen, an verschiedenen Plätzen. Die einen suchen sich ein sicheres Versteck an Pflanzen oder fügen sich mit anderen Raupen in einem Gespinst zusammen. Die anderen schützen sich gar nicht, sie spinnen sich lediglich an Pflanzenteilen fest. Die meisten von ihnen jedoch nehmen auch im Frühjahr noch Nahrung zu sich, so dass sie sich erst spät verpuppen.
Ein besonderes Verhalten zeigen die Raupen des Ameisenbläulings. Diese überstehen den Winter in Ameisennestern, wo sie sich dann auch verpuppen.

Dazu gehören:
Aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) z.B. der Schachbrettfalter (Melanargia galathea), der Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus), der Große Schillerfalter (Apatura iris), das Kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus) und der Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia), aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae) z.B. der Hauhechelbläuling (Polyommatus icarus), der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea nausithous) und der Braune Feuerfalter (Lycaena tityrus) und aus der Familie der Weißlinge (Piriadae) z.B. der Baumweißling (Aporia crataegi).  

Manche Schmetterlinge überwintern als "Puppe":

Die Puppen überstehen den Winter in unterschiedlichen Formen als Gürtelpuppen oder Stürzpuppen angesponnen an Pflanzenteilen, vergraben im Boden oder eingesponnen in Kokons. Im Frühjahr entwickeln sie sich weiter und die ersten Falter schlüpfen dann im April oder Mai.

Dazu gehören:
Aus der Familie der Ritterfalter (Papilionidae) z.B. der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und der Segelfalter, aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae) z.B. der Blauschimmernde Feuerfalter (Lycaena helle) und aus der Familie der Weißlinge (Pieridae) z.B. der Aurorafalter (Anthocharis cardamines).

Einige Schmetterlinge überwintern als "Falter in wärmeren Gebieten":

Diese Falter haben bei den kalten Temperaturen in Deutschland keine oder kaum eine Überlebenschance. Im Frühsommer wandern sie aus den südlichen warmen Gefilden nach Deutschland ein, weshalb sie auch die Bezeichnung "Wanderfalter" führen. Sie pflanzen sich hier fort und erzeugen eine neue Generation von Faltern, die im Hochsommer unterwegs sind. Einige dieser Schmetterlinge  fliegen im Herbst wieder in die wärmeren südlichen Gebiete zurück. Doch nur wenigen gelingt solch ein Rückflug.

Dazu gehören:
Aus der Familie der Edelfalter (Nympahildae) z. B. der Distelfalter (Vanessa cardui) und der Admiral (Vanessa atalanta) und aus der Familie der Weißlinge (Piridae) der Postillion (Colias croceus).

 © Sigrid Dauth. Brauner Waldvogel (Aphantopus hyperantus) Ringlet

(Erstveröffentlichung des Beitrags am 29. Januar 2013 um 10.20 Uhr)

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Wie Schmetterlinge durch den Winter kommen - Nachtfalter

Wie Schmetterlinge durch den Winter kommen - Nachtfalter

© Sigrid Dauth. Schlehenspanner (Angerona prunaria) oder auch Pflaumenspanner Orange moth

Nur wenige Schmetterlinge sind so geschaffen, dass sie den kalten Temperaturen im Winter widerstehen können. Nur eine kleine Anzahl von Tagfaltern (Rhopalocera) überdauern die kalte Jahreszeit als Falter. Die meisten Tagfalter überwintern in anderen Entwicklungsstadien (siehe erster Teil des Beitrags Wie Schmetterlinge durch den Winter kommen – Tagfalter).

Auch bei der wesentlich umfangreicheren Gruppe der Nachtfalter (Heterocera) sind nur wenige Arten in Deutschland bekannt, die als Falter durch den Winter kommen. Ebenso wie bei den Tagfaltern sind Ei, Raupe oder Puppe die häufigeren Entwicklungsstadien zur Überwinterung. Der zweite Teil des Beitrags beschreibt nun das Überwinterungsverhalten der Nachtfalter (Heterocera).

Nur wenige Nachtfalter überwintern als "Falter":

Sie suchen sich einen geschützten Platz z.B. in Höhlen, feuchten Kellern oder anderen Gebäuden und warten darauf, bis die Temperaturen wieder ansteigen. Manchmal kommen die Falter an solchen geschützten Plätzen in größeren Gruppen, in sogenannten Überwinterungsgesellschaften zusammen, so z.B. die Zimteule (Scoliopteryx libatrix) oder auch Zackeneule genannt, die zur Familie der Eulenfalter (Noctuidae) gehört. Sobald die Temperaturen wieder ansteigen, kommen die Falter wieder aus den Überwinterungsquartieren, paaren sich und legen ihre Eier an und auf den Fraßpflanzen der Raupen ab.

Aus der Familie der  Eulenfalter (Noctuidae) überwintern noch andere Arten als Falter, weshalb sie auch die Bezeichnung Wintereulen tragen, wie z.B. die Satellit-Eule (Eupsilia transversa), die Rotkopf-Wintereule (Conistra erythrocephala), die Feldholz-Wintereule (Conistra rubiginosa), die Eintönige-Wintereule (Conistra veronicae), die Heidelbeer-Wintereule (Conistra vaccinii), die Gebüsch-Wintereule (Conistra ligula) und die Rost-Wintereule (Conistra rubiginea).

Einige Nachtfalter überwintern als "Eier":

Die Eier werden von den Weibchen nach der Paarung im Sommer je nach Art einzeln oder in Gelegen an geschützten Stellen von Steinen oder Pflanzen befestigt oder angeheftet. So überstehen sie die kalten Wintertage. Im Frühjahr schlüpfen in der Regel die Raupen, die sich dann über einen Zeitraum von mehreren Wochen über verschiedene Wachstumsstadien weiterentwickeln, bis sie sich verpuppen. Einige Arten hingegen sind schon so weiterentwickelt, dass sie als fertige Raupen in der Eihülle bis zum Schlüpfen im Frühjahr ausharren und nach dem Schlüpfen die Entwicklungsstadien bis zur Verpuppung durchlaufen. Von April bis Juli schlüpfen dann die Falter aus der Puppe (Beispiele siehe unter "Unterscheidung des Überwinterungsverhaltens nach Familien").

Viele Nachtfalter überwintern als "Raupen":

Die Raupen überstehen die kalten Wintermonate in verschiedenen Entwicklungsstufen, als junge, als halberwachsene oder als erwachsene Raupen an verschiedenen Plätzen. Die einen suchen sich ein sicheres Versteck an Pflanzen oder fügen sich mit anderen Raupen in einem Gespinst zusammen. Die anderen schützen sich gar nicht, sie spinnen sich lediglich an Pflanzenteilen fest. Die meisten von ihnen jedoch nehmen auch im Frühjahr noch Nahrung zu sich, so dass sie sich erst spät verpuppen. (Beispiele siehe unter "Unterscheidung des Überwinterungsverhaltens nach Familien").

Manche Nachtfalter überwintern als "Puppen":

Die Puppen überstehen den Winter in unterschiedlichen Formen als Gürtelpuppen oder Stürzpuppen angesponnen an Pflanzenteilen, vergraben im Boden oder eingesponnen in Kokons. Im Frühjahr entwickeln sie sich weiter und die ersten Falter schlüpfen dann im April oder Mai. (Beispiele siehe unter "Unterscheidung des Überwinterungsverhaltens nach Familien").

Wenige Nachtfalter überwintern als "Falter in wärmeren Gebieten":

Diese Falter haben bei den kalten Temperaturen in Deutschland keine oder kaum eine Überlebenschance. Im Frühsommer wandern sie aus den südlichen warmen Gefilden nach Deutschland ein, weshalb sie auch die Bezeichnung "Wanderfalter" führen. Sie pflanzen sich hier fort und erzeugen eine neue Generation von Faltern, die im Hochsommer unterwegs sind. Einige dieser Falter fliegen im Herbst wieder in die wärmeren südlichen Gebiete zurück. Zu den wohl bekanntesten „Wanderfaltern“ gehört der tagaktive Nachtfalter Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum).

Unterscheidung des Überwinterungsverhaltens nach Familien:

Da bei den Arten einer Familie bei den Nachtfaltern alle verschiedenen Entwicklungsstadien zur Überwinterung eingenommen werden können, beschreibt die nachfolgende Auflistung eine Unterscheidung des Überwinterungsverhaltens nach Familien.

Familie der Widderchen (Zygaenidae):

Die verschiedenen Arten der Widderchen überwintern als Raupen. Die Procris-Arten als kurze, dicke Raupen mit gewölbtem Rücken. Die Zygaena-Arten als Raupen einmal, oft zweimal (manchmal auch drei bis viermal) so z.B. das Veränderliche Widderchen (Zygaena ephialtes).

Familie der Bärenspinner (Arctiidae):

Die verschiedenen Arten der Bärenspinner überwintern als dicht behaarte Raupen oder als Puppen.  Als Raupe kommen z.B. der Russische Bär (Euplagia quadripunctaria), der Schönbar (Callimorpha dominula) oder der tagaktive Wegerichbär (Parasemia plantaginis) durch den Winter.  Als Puppe überwintern z.B. der Blutbär (Tyria jacobaeae) oder die Weiße Tigermotte (Spilosoma lubricipeda).

Familie der Glucken (Lasiocampidae):

Die verschiedenen Arten der Glucken überwintern als Eier, Raupen gelegentlich auch als Puppen.  So überdauert z.B. der Brombeerspinner (Macrothylacia rubi) als erwachsene Raupe die kalten Temperaturen.

Familie der Pfauenspinner (Saturniidae):

Die verschiedenen Arten der Pfauenspinner überwintern als Puppe. z.B. das Kleine Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia) einer der wohl bekannteren Nachtfalter aufgrund seiner Auszeichnung als " Schmetterling des Jahres 2012" oder der Nagelfleck (Aglia tau).

Familie der Schwärmer (Sphingidae):

Die verschiedenen Arten der Schwärmer überwintern als Puppe, so z.B. das Abendpfauenauge (Smerinthus ocellata) und der Pappelschwärmer (Laothoe populi), der als Puppe in der Erde durch den Winter kommt. Einige Arten wandern jedes Jahr aus südlichen Gebieten nach Deutschland ein. Zu den wohl bekanntesten „Wanderfaltern“ gehört das tagaktive Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum).

Familie der Eulenfalter (Noctuidae):

Die verschiedenen Arten dieser sehr umfangreichen Familie mit einer Vielzahl von Unterfamilien überwintern als Falter (siehe oben Nur wenige Nachtfalter überwintern als "Falter"), Eier, Raupen oder Puppen. Einige der bekanntesten und gefürchtesten Schädlinge gehören dieser Familie an.

So überdauern aus der Unterfamilie der Schadspinner (Lymantriidae) oder auch Trägspinner z.B. der Pappelspinner (Leucoma salicis) als Raupen oder die Nonne (Lymantria monacha) und der Schwammspinner (Lymantria dispar) als fertig entwickelte Raupen in der Eihülle.

Die wichtigen Schädlinge Kohleule (Mamestra brassicae), Graseule (Lacanobia oleracera) und andere gehören zur Unterfamilie der Hadeninae und überwintern als Puppen, die Kieferneule (Panolis flammea) oder auch Forleule genannt, sogar als Puppe im Boden.

Zur Unterfamilie der Erdeulen (Agrotinae) zählen die bekannten Schädlinge. Dazu gehören die Getreideeule (Euxoa aquilina), die als Ei überwintert und die Weizeneule (Euxoa tritici), die Saateule (Agrotis segetum), die Kiefernsaateule (Agrotis vestigialis) und die Gemeine Graseule (Agrotis exclamationis), die alle als Raupen den Winter überstehen.

Familie der Spanner (Geometridae):

Die verschieden Arten der Spanner mit einer umfangreichen Anzahl von Unterfamilien überwintern als Raupen und Puppen, manche Arten auch als Eier. So ist z.B. der Große Frostspanner (Erannis defoliaria) wohl auch noch bei etwas kühleren Temperaturen unterwegs und erscheint nach den ersten Frostnächten. Doch wenn der eigentliche Winter beginnt, überwintert er als Ei. Der tagaktive Hartheu-Spanner (Siona lineata) hingegen überwintert als Raupe. Der Heidespanner (Ematurga atomaria) und der Pulverspanner (Plagodis pulveraria) überwintern als Puppen.

Familie der Glasflügler oder Sesien (Sesiidae):

Die verschiedenen Arten der Glasflügler überwintern mehrmals als leicht behaarte, beige oder gelblich gefärbte Raupen im Innern von Bäumen, Sträuchern und Wurzeln.

Familie der Holzbohrer (Cossidae):

Die verschiedenen Arten der Holzbohrer überwintern mehrmals als glatte nackte Raupen in Baumteilen oder in Schilfrohr.

Familie der Wurzelbohrer (Hepialidae):

Die verschiedenen Arten der Wurzelbohrer überwintern als dünne nur leicht behaarte Raupen an Wurzeln in der Erde.

Die verschiedenen Arten aus der Familie der Prozessionsspinner (Thaumetopoeidae) und aus der Familie der Herbstspinner (Lemoniidae) oder auch Wiesenspinner genannt, überwintern als Eier.

Die verschiedenen Arten aus der Familie der Eulenspinner (Cymatophoridae) z.B. der Achat-Eulenspinner auch Achateule genannt (Habrosyne derasa) (gehört aber nicht zur Familie der Eulenfalter!), aus der Familie der Schildmotten (Limacodidae) oder Schneckenspinner, aus der Familie der Fensterfleckchen (Thyrididae) und aus der Familie der Sichelflügler (Drepanidae) überwintern als Puppen.

Familie der Zahnspinner (Notodontidae):

Die verschiedenen Arten der Zahnspinner überwintern in der Regel als Puppen, manche Arten als Eier oder auch als Raupen.

(Erstveröffentlichung des Beitrags am 28. Februar 2013 um 9.58 Uhr)

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