Suche
Wandkalender: Nachtfalter 2017

Im Wandkalender Nachtfalter 2017, einem Gemeinschaftsprojekt der Entomologischen Arbeitsgemeinschaft im Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe e. V. und des Colouria-Verlags, stellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft in ihren Fotografien einige besondere und dekorative Exemplare der verschiedensten Nachtfalter-Arten vor. Lesen Sie mehr.

Neueste Kommentare
Featured

Interview mit dem Fotografen Phil Dänzer: Take off - Schmetterlinge im Flug

Aktuelle Fotoausstellung "Papiliorama" von Phil Dänzer vom 1. bis 11. Dezember 2016.

2015/2016 zeigte das Papiliorama Kerzers in der Schweiz die spektakuläre Fotoausstellung Take off -Schmetterlinge im Flug mit ganz besonderen Fotos des Schweizer Fotografen und Filmgestalters Phil Dänzer. Anlässlich dieser Ausstellung ist das folgende Interview entstanden, das ganz erstaunliche Einblicke in das aufwendige über mehrere Jahre laufende Projekt zeigt.

Erfahren Sie mehr.

 

Sigrid Dauth Butterfly iPhoneography

Twitter
Facebook

Like this Website

Facebook Page

Blog Cloud
Schmetterlinge Lepidoptera News Wissen Deutschland Schmetterling Veranstaltungen Karlsruhe Nachtfalter Projekte Fun Tagfalter Fotografie Heterocera News Rhopalocera Kalender butterflies Naturkundemuseum Karlsruhe Artenschutz BUND Falter Naturschutz Wandkalender Baden-Württemberg Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Fotografien In eigener Sache Naturschutz Schmetterlingszählungen dieschmetterlinge.com LIchtfang Naturwissenschaftlicher Verein Karlsruhe e.V. Aktionen Ausstellungen Buchvorstellungen butterfly Fotos Insekten Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört Tiere Veranstaltungen 2016 Artenschutz Colouria Entomologische AG Geschenke iPhoneography Kalender Nachlese Neuheiten Wanderfalter Andreas Kolossa Ausstellung Bilder Bildergalerie Entomologische Arbeitsgemeinschaft Fotografen-Profile Fotografie Heimische Schmetterlinge 2012 Makrofotografie Neuerungen Pflanzen Raupen Regenwald Schmetterlingshäuser Tagfalter-Monitoring Tropische Schmetterlinge Veranstaltungstipps Vortrag Weisslinge 13. Juni 2015 2012 2013 2014 2015 2017 Abenteuer Faltertage 2012 Abenteuer Faltertage 2013 Admiral Aktion arik37 Axel Steiner Blaeulinge Bläulinge Blueling 2016 Botanischer Garten Buch Buchbesprechung Buchvorstellung BUND Ortsgruppe Pfinztal BUND Pfinztal calendar Citizen Science deutsch dieschmetterlinge.com-Tag der Artenvielfalt Dr. Robert Trusch Fotokalender GEO Heimische Schmetterlinge Kaufen Lycaenidae Mitmach-Aktion München Nachtfalter 2017 Natur Naturkundemuseum Naturschutzzentrum Rappenwört Ostern Pfinztal Photokalender Raupe Relaunch Rezension Schmetterlingsfotografie Tag der Artenvielfalt Tagpfauenauge Überwinterung website Winter Zoologische Staatssammlung München 15. UFZ-Workshop 5. Juni 2014 Abenteuer Faltertage Abenteuer Faltertage 2011 AG Aglais urticae Aktionsende Alfred Haslberger Allgaeu Alpenschmetterlinge Alpenschmetterlinge 2015 Alpen-Schmetterlinge 2015 alternative Mähmethode Amazonas Amazonische Spinnen und Schmetterlinge Ameisenblaeulinge Ameisenbläulinge Apple Archiv Arik Siegel Armin Dett ARTE Frühlingsforscher Artenportraits Artenvielfalt Augsburg Ausflugsziele Bayer Bayern BBBank Bestimmungsbuch Bestimmungsführers von Schmetterlingen in Zentralamazonien BETA-Status Bildband Biodiversitätsmonitoring Schweiz Biologische Forschungsstation Panguana Blog Blue Family Botanische Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland. e.V. Boudinotiana touranginii Brasilien Bremen Brennen Brombeerspinner Bund für Umwelt und Naturschutz Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland; BUND BUND Kreisgruppe Bad Kissingen BUND Regionalstelle Mittlerer Oberrhein BUND Saar BUND Schmetterlingsretter Bundesländer Bürgerforscher Bürgerhaus Söllingen Buttergebäck Buttergebaeck Centre Suisse de Cartographie de la Faune Checkliste der Bayerischen Schmetterlinge Colouria verlag Colouriaconnect Dank Design Die Nachtfalter Deutschlands dieSchmetterlnge.com dieSchmetterloinge.com DNA-Barcoding Dr. Andreas Segerer Dr. Juliane Diller Dr. Rosemary Vieira Dunkler Wiesenknopf Ameisenbläuling Empfehlung Ende der Schmetterlingssaison 2014 Ende der Schmetterlingssaison 2015 Ento AG Entomologie Entomologische Arbeitsgemeinschaft im Naturwissenschaftlichen Verein e.V. EntomologischeJugendarbeitsgemeinschaft Erlebnisausstellung Europa Europaeische Schmetterlinge 2014 European Environment Agency Exkursion Expedition Experiment Fasching Faschingsumzug Faszination tropischer Schmetterlinge Fiilmvortrag Förderung Fortbildungen Foto Fotograf Fotografen Fotografie al dente Fotografinnen Fox Moth Frankreich Franzis Verlag Frühling Ganz nah dran Gastbeitrag Gelblinge Geometridae Geschichte Gesellschaft für Schmetterlingsschutz (GfS) Gewinnsparverein Südwest e.V. Gewinnspiel Glucke Gonepteryx rahmni Grosser Eisvogel Großschmetterlinge Grossschmetterlinge Grundschule Heimische Schmetterlinge 2013 Heller Wiesenknopf Ameisenblaeuling Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Herbst Herrgottsklamm Hetereocera Historie Homepage IFAB Inachis io Insekten –und Amphibienfreundliches Mähwerk Insektensterben iPhone iPhone Fotografie iPhoneography Jürgen Partenscky KAMUNA 2013 Karlsruhe. Naturkundemuseum Karlsruhe Kinder Kleiner Eisvogel Kleiner Fuchs Konrad Wothe Kopfschmuck Landwirtschaft und Ernährung in Mainz Layout Lepidotera Limenitis camilla Limenitis populi Links Literatur Lokschuppen Macrothylacia rubi Maculinea teleius Mähgerät Marianne Rahn Marokko Ministeriums für Umwelt Mitmachaktionm Fotografie Mitmachprojekt Monitoring-Programme moths Musuem NABU NABU NRW NABU NRW Schmetterlingszählung NABU-Gruppe Gärtringen-Nufringen-Rohrau Nachfalter NachtAktiv Nachtfalter-Beobachtung Nachtschmetterlinge im Rheinwald am 18. Juli 2014 Naturfotografie Naturkundemuseum Karlaruhe Naturpädagogik Naturpaedagogik Naturschutzbund Deutschland e.V. neue Rubrik neues Insektenmakazin Neuigkeiten Neujahr Nordeifel Nordrhein-Westfalen Oberrheinebene Observandos borboletas Oesterreich Österreich Pädagogische Fortbildungsveranstaltung Panguana PayPal Peru Pfauenspinner Pfingsten Pfinztal-Söllingen Pfronten Phengaris nausithous Photo Pieridae Pro Natura Baselland Pro Natura Schweiz Professor Andreas Beck Projekt Projekte Projekttagebuch Purpurweiden-Jungfernkind Ralf Bläsius Rampenlicht Red Admiral Regierungspräsidium Karlsruhe Reisetipp Rheinland-Pfalz Rosenheim Rote Liste Saarbrücken Sachbuch Sammler Sammlungen Saturniidae Schmetterling flieg Schmetterlinge 2013 Schmetterlinge 2014 Schmetterlinge fotografieren mit dem iPhone Schmetterlinge in Deutschland 2013 Schmetterlinge in Frankreich Schmetterlinge-Pfinztals bunte Vielfalt Schmetterlingsbeobachtungsprogramme Schmetterlingsbeobachtungsprojekt Schmetterlingserlebnispfad Schmetterlingsforscher Schmetterlingsgarten Pfronten Schmetterlingshaus Schmetterlingskalender Schmetterlingsland Schmetterlingsretter-Paket Schmetterlingssaison Schmetterlingssaison 2013 Schmetterlingssterben Schmetterlingszählung Schmiedeäcker Schönbär und Nonne Schüler Schülerinnen Schwarzwald Schweiz Schweizer Zentrum für die Kartografie der Fauna Selbstversuch Seminar SIGRID DAUTH Butterfly iPhoneography SMART PHOTO DIGEST Smartphone Spanner Staatliches Museum für Naturkunde Suessigkeiten SWR Tag der Artenvielfalt 2013 Tag der Artenvielfalt 2014 Tagfalter-Monitoring Deutschland Tagfalterschutz Baselland Tagung 2013 Thomas Zimmermann Tirol Tisch- und Postkartenkalender Tradition Transekt Transekt Begehung Transektzähler Trockenauen Ueberwinterung UFZ Umweltbildung Umweltbildungsprojekt UN-Dekade Biologische Vielfalt UNESCO Universitaet Innsbruck Universität Innsbruck Vanessa atalanta Veranstaltung Veranstaltungstipp Verlosung Viel-Falter Vortraege Vortrag Schmetterlinge in Frankreich Wanderausstellung "Lebensräume für Schmetterlinge" Webfauna Website; Schmetterlinge Weihnachten Weißlinge Weiterentwicklungen Weltretterkids 2013 Wissen www.colouriaconnect.com Zitronenfalter Zoo Saarbrücken Zuordnung

Blog

Blog Index

Buchbesprechung: Makrofotografie - Fotografie al dente von Andreas Kolossa

Was haben Nudeln mit der Makrofotografie zu tun? Man genießt beide am Besten "al dente" oder auch "nicht ganz weich gekocht". Bei Nudeln lässt sich dies mithilfe eines Geschmackstests leicht nachvollziehen. Beim Buch Makrofotografie von Andreas Kolossa, versehen mit dem Untertitel "Fotografie al dente", ist es schon etwas schwieriger, denn es kann sich hierbei ja nur um einen bildhaften Vergleich handeln. Doch um letztendlich die Bezeichnung "Fotografie al dente", verstehen zu können, muss ich mir das Buch genauer ansehen, das sich nach Angaben des FRANZIS Verlags, bei dem das Werk erschienen ist, an die Leserschaft "Einsteiger in die Makrofotografie" richtet.

Bereits von Weitem zieht die kräftige Farbe Gelb der Titelseite meinen Blick auf sich, die sich bei der Betrachtung aus der Nähe als makellosen Hintergrund zeigt, der einen dekorativ auf einer lilafarbenen Blüte sitzenden Schmetterling umschmeichelt. Auffällig zeigen sich mir sofort auch das matte Erscheinungsbild der Titelseite und die angenehme Haptik des Papiers. Diese Eigenschaften ziehen sich, wie ich feststellen kann, durch das gesamte 224-seitige Werk in der Größe 19 cm auf 24 cm. Und schon das erste schnelle überfliegende Durchblättern des Buches lässt mich als Schmetterlingsfan aufmerksam werden, denn sehr viele Seiten zieren ganz wundervolle Fotografien von Schmetterlingen. Moment mal halte ich hier ein Bildband oder ein Sachbuch in Händen, das dabei helfen soll, erste Schritte in die Makrofotografie zu gehen? Auch das Vorwort des Autors und Fotografen Andreas Kolossa lässt erahnen, dass ich auf den folgenden Seiten mit so mancher Überraschung werde rechnen müssen, anders als man das von vielen Büchern aus diesem Genre kennt.

Die Inhaltsübersicht auf den folgenden vier Seiten zeigt die einzelnen Kapitel, insgesamt acht an der Zahl, die sich auf die wesentlichen Sachverhalte der Makrofotografie konzentrieren. Das ist überschaubar und lässt keine Informationsflut erwarten, wie es in anderen Büchern oft der Fall ist. Dass der Autor von der Makrofotografie, insbesondere von der Schmetterlingsmakrofotografie begeistert ist, gibt ja bereits schon in seinem Vorwort nachzulesen und an dieser Begeisterung lässt er auch die Leserschaft teilhaben. Mehr noch, er nimmt diese als Ausgangspunkt in seinem ersten Kapitel, um die künftigen MakrofotografInnen auf die ersten wichtigen und manchmal auch recht trocken anmutenden Fakten hinzuweisen und dabei die Unterschiede zwischen Nah- und Makrofotografie, Blendenwert und Schärfentiefe, Aufnahmemodus, Autofokus, Manueller Fokus und Bildformate zu erläutern und zu erklären. Und dem Autor gelingt es durch die Beschreibung seiner persönlichen Erfahrungen und Eindrücke ergänzt durch doppelseitige, ganzseitige und halbseitige Fotografien, versehen, mit den kurzen Informationen zum Motiv und zu den jeweiligen technischen Aufnahmedaten, die Leser anzuregen und zum Weiterlesen zu animieren.

© Andreas Kolossa. Skabiosen- Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) Marsh FritillaryDass sich zukünftige MakrofotografInnen auch über die passende Ausrüstung Gedanken machen müssen, lässt sich bereits im ersten Kapitel erahnen. Doch wird spätestens im Folgekapitel klar, dass eine Auseinandersetzung mit gewissen technischen Ausstattungsgegenständen wie Kameras, speziellen Makroobjektiven oder auch Alternativen zu Makroobjektiven, Stativen und Zubehör erforderlich ist. Und auch hier wird deutlich, dass der Schwerpunkt nicht auf ermüdenden und langatmigen Erklärungen in Textform liegt, sondern auf anschaulichen kurzen Erläuterungen, die mit vielen Abbildungen untermalt und dadurch auch nachvollziehbar sind.

Der Linie treu bleibend ist das Hauptkapitel zum Thema Bildgestaltung und -komposition vorrangig mit erklärenden und nachvollziehbaren Fotos gestaltet, ergänzt mit knappgehaltenen Erklärungen in Sachen Drittel-Regelung und Goldener Schnitt, Schärfentiefe und Tiefenschärfe, Bildformate, Perspektiven, Licht und Bokeh, aber auch an eine Aufzählung der häufigsten Fehler und an eine erste schrittweise Anleitung für die ersten Makrofotoaufnahmen mit darstellenden Fotos hat der Autor gedacht und in seinem persönlichen Erlebnisstil kurz beschrieben.

Die folgenden 64 Seiten des 4. Kapitels sind entsprechend der Titelbezeichnung "Motive in Hülle und Fülle" ganz den Fotografien gewidmet. Farbfrohe Makroaufnahmen und dramatische Landschaftsfotografien in verschieden Größendarstellungen reihen sich aneinander ergänzt mit knappen technischen Aufnahmedetails, wie sie im gesamten Buch zu finden sind. In den beigefügten Kurztexten beschreibt der Fotograf seine Erfahrungen, die er auf seinen unzähligen Streifzügen durch die Natur gemacht hat, in seinem ganz persönlichen Stil. Dass hier vorrangig "schmetterlingsfreundliche" Gebiete in Deutschland aufgeführt sind, ist sicherlich der großen Leidenschaft des Autors für Schmetterlinge geschuldet.

Nach diesem “Augenschmaus”, der meine Gedanken in eine andere Welt geführt hat, fällt es mir zugegebener Maßen nicht gerade leicht, mich auf das technisch ausgerichtete Kapitel zum Thema "Focus Stacking" einzulassen. Doch auch in diesem Abschnitt des Buches bleibt der Autor der Linie, die sich durch das Buch zieht treu, nimmt sich in kurzen Textdarstellungen des Inhaltes an und untermalt diese mit dekorativen Fotomotiven aus der Pflanzen- und Tierwelt.

© Andreas Kolossa. Schwalbenschwanz (Papilio machaon) Common Yellow SwallowtailZum großen Finale soll die Leserschaft nochmals in die Welt der Schmetterlinge eintauchen und erhält dazu ganz spezielle Tipps in Wort und ganzseitigen Fotos, wie Schmetterlinge zu fotografieren sind. Motive gefunden, Fotos gestaltet und die Aufnahmen im "Kasten" und nun? Was geschieht nun mit all den vielen Fotografien? Und auch daran hat der Fotograf gedacht. Im letzten Kapitel seines Buches beschreibt er die wichtigsten Fakten zum Postprocessing und gibt hilfreiche Tipps zur Auf- und Nachbereitung der Fotos, zur Organisation und zum Workflow, zur Datensicherung und zur Vorstellung von Präsentationsmöglichkeiten der Fotografien. In diesem Themenbereich überwiegen zum ersten Mal die Beschreibungen in Textform. Mit einer Art "Checkliste", die alle behandelten Fakten im Buch nochmals kurz zusammenfasst, beendet der Fotograf und Autor Andreas Kolossa sein ganz persönliches Werk "Makrofotografie".

Nach dieser ausführlichen Durchsicht des Buchs ist mir nun die Bezeichnung "Fotografie al dente" klar geworden. Wie sehen Sie das liebe Leserinnen und Leser? Teilen Sie uns doch Ihre Meinung mit. Der Autor des Buches Andreas Kolossa und wir bei dieSchmetterlinge.com freuen uns über Ihre Meinung.

Mein Fazit

Makrofotografie "Fotografie al dente" von Andreas Kolossa ist ein sehr harmonisch gestaltetes Werk, ein Sachbuch und Bildband für Einsteiger in die Makrofotografie, aber auch für Menschen, die Schmetterlinge schätzen oder kennenlernen wollen. Dem Naturfotografen und Autor ist es gelungen auf eine angenehme Weise und in seinem ganz persönlichen Stil das Thema Makrofotografie nahe zu bringen und die Leserschaft in die komplexe Welt der Kleinen, insbesondere der Schmetterlinge eintauchen zu lassen. Neben hilfreichen Tipps, technischen Anleitungen und Darstellungen seiner persönlichen Erlebnisse und Ausflüge in die Natur, gibt es eine Vielzahl von ganz bezaubernden Fotografien von Schmetterlingen, aufgenommen in ihrer natürlichen Umgebung, zu bestaunen. Ein Augenschmaus für Schmetterlingsfans und alle, die es werden wollen.

Fakten zum Buch

Buchtitel: Makrofotografie "Fotografie al dente"
Autor: Andreas Kolossa
ISBN: 978-3-645-60465-9
Verlag: Franzis verlag
Sprache: Deutsch
Seiten: 224, gebunden, Softcover
Größe: 19 cm x 24 cm
Preis: 29,95 Euro

Nachlese: NachtAktiv - Herbstfalter im Auwald am 26. Oktober 2016

© Jochen Schwarz. Weißdorn-Eule (Allophyes oxyacanthae)Ein "Lichtfang" für Nachtfalter im Spätherbst? Eine nicht so ganz gewöhnliche Veranstaltung, die am 26. Oktober 2016 unter Leitung von Dr. Robert Trusch und Michael Falkenberg vom Naturkundemuseum Karlsruhe gemeinsam mit der Entomologischen Arbeitsgemeinschaft im Auwald am Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört durchgeführt wurde. Zur Dämmerung gegen 18:30 Uhr hatten sich knapp 20 Nachtfalter-Interessierte eingefunden, die dieses Experiment mitverfolgen wollten. Die Temperaturen waren recht mild, sodass sich die Hoffnungen hätten erfüllen können, eine größere Zahl von Nachtfaltern am aufgebauten "Leuchtturm" beobachten zu können (Siehe auch Fotos in der Galerie).

© Jochen Schwarz. Rötlichgelbe Herbsteule (Sunira circellaris)Doch zu Beginn hieß es erst einmal warten. Dann traute sich gegen 18:50 Uhr der erste Falter an das beleuchtete Netz. Ein Weibchen der Rötlichgelben Herbsteule (Sunira circellaris) ließ sich von den versammelten Nachtfalter-Interessierten von allen Seiten und Perspektiven begutachten, mithilfe der Schmetterlingsexperten unter Einsatz von Fachliteratur (z. B. Die Nachtfalter Deutschlands) bestimmen und geduldig fotografieren. In den folgenden 120 Minuten ließen sich zwar noch einige Falter wie der Federfühler-Herbstspanner (Colotois pennaria), ein Herbstspanner (Epirrita spec.), ein Wickler (Tortricidae), mehrere Fliegen, Wanzen und ein Käfer auf dem beleuchteten Netz nieder, doch letztendlich blieben die gesetzten Erwartungen leider eher unerfüllt. Auch die Versuche im Wald noch einige Insekten und Falter aufzustöbern, blieben von mäßigem Erfolg gekrönt.
Und auch wenn sich an diesem Abend nur wenige Falter-Arten gezeigt hatten, war dieses herbstliche Lichtfang-Experiment nicht umsonst und wird möglicherweise im Herbst 2017 erneut stattfinden.

Alle Falter-Fotos hier im Beitrag und in der dazugehörigen Galerie stammen von Jochen Schwarz, der auch in unserem Wandkalender Nachtfalter 2017 mit einem Foto vertreten ist.

© Jochen Schwarz. Federfühler-Herbstspanner (Colotois pennaria)

Nachlese: Nachtfalter-Beobachtung mit der BUND Ortsgruppe Pfinztal am 3.09.2016

© Eva Kemp: Noch nicht bestimmter Nachtfalter im Beobachtungsbehälter (Handyfoto)Eine kleine Gruppe, bestehend aus Natur- und Schmetterlingsinteressierten und einigen Mitgliedern der BUND Ortsgruppe Pfinztal, hatten sich zum vereinbarten Zeitpunkt um 20.00 Uhr auf der Wiese im "Gewann Schmiedeäcker" neben dem Friedhof in Pfinztal-Söllingen bei Karlsruhe eingefunden, um auf Nachtfalter-Beobachtung zu gehen (weitere Fotos in der Galerie).

© Mark Pedley: Nachtfalter-Beobachtungen am Leuchtturm mit UV-Licht und Netz (Handyfoto)Der Leuchtturm mit UV-Licht und Netz zum Anlocken der Falter war bereits aufgebaut, sodass Marianne Rahn vom BUND Pfinztal mit ihrer kurzen Einführung auf die kommenden Stunden in der Welt der Nachtfalter beginnen konnte. Die Teilnehmer erhielten u. a. eine kurze Übersicht der bekannteren Nachtfalterarten, eine Kurzanleitung zum Bestimmen der Falter in den vom BUND zur Verfügung gestellten Beobachtungsbehältern, Hinweise auf Bestimmungsliteratur u.v.m. Ich war gespannt, wie viele Arten sich am Lichtfang zeigen würden, denn nach den nicht so guten Informationen aus Kreisen der Schmetterlingskundler und aus Medienberichten in den vergangenen Wochen (siehe z. B. mein Bericht auf dieSchmetterlinge.com vom 25.08.2016), waren meine Befürchtungen groß, dass die Artenanzahl sehr niedrig sein könnte.

© Mark Pedley: Frau Rahn von der BUND Ortsgruppe Pfinztal und Teilnehmer bei der Begutachtung und beim Fotografieren eines Nachfalters im Beobachtungsbehälter (Handyfoto)Bei anbrechender Dunkelheit konnten an der eingeschalteten Lichtfalle dann auch die ersten Aktivitäten beobachtet werden, denn die ersten Nachtfalter und andere Insekten ließen sich, angelockt durch das UV-Licht, auf dem Netz nieder. Einzeln aufgesammelt in den Beobachtungsbehältern, konnten die ersten Falter vor Ort mit Hilfe von Frau und Herrn Rahn vom BUND bestimmt werden. Alle anderen Falter wurden zu einem späteren Zeitpunk identifiziert und anschließend wieder in die Freiheit entlassen. Die hier im Beitrag selbst und in der Galerie eingestellten Fotos, zeigen einige Exemplare der Nachtfalterarten, die an diesem Abend im ca. zweistündigen Zeitraum beobachtet werden konnten. Schaut man sich die Liste der beobachteten Falter an, kann sich das Ergebnis durchaus sehen lassen.

Weitere Fotos sehen Sie in der Galerie. Die am 3.09.2016 beobachteten Arten können Sie hier (zur Verfügung gestellt von der BUND Ortsgruppe Pfinztal) nachlesen.

© BUND Pfinztal: Perlglanzspanner (Campaea margaritaria) Beispielfoto© BUND Pfinztal: Achat-Eulenspinner (Habrosyne pyritoides) Beispielfoto

Wandkalender: Nachtfalter 2017

Purpurweiden-Jungfernkind (Boudinotiana touranginii), Smaragdspanner (Thetidia smaragdaria) und Dunkelbrauner Haarbüschelspanner (Eulithis prunata), wohlklingende Namen von teilweise eher selten zu beobachtenden Schmetterlingen aus der Familie der Spanner (Geometridae), die manchmal bei Tageslicht oder häufig nur bei Dunkelheit umherfliegen und zu den Nachtfaltern (Heterocera) gezählt werden. Der zu Beginn genannte Falter wurde z. B. erst Anfang 2015 von den Forschern des Naturkundemuseums Karlsruhe in der Oberrheinebene entdeckt. (Siehe Artikel auf dieSchmetterlinge.com vom 26.03.2015).

Doch obwohl die Nachtfalter rund 95 Prozent der in Deutschland vorkommende Schmetterlinge ausmachen, führen diese im Vergleich zu den Tagfaltern (Rhopalocera) eher noch ein Schattendasein. Dabei müssen sich viele Vertreter der verschiedenen Arten in ihrer Farb- und Mustervielfalt wahrlich nicht schämen.

Der Wandkalender: Nachtfalter 2017 stellt eine kleine Auswahl dieser farbprächtigen, dekorativ gemusterten aber auch farblich etwas unauffälligeren, dafür aber in der Form ungewöhnlichen Faltern vor, beobachtet und fotografiert von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Entomologischen Arbeitsgemeinschaft im Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe e. V.(siehe Fotografenliste). Das Kalenderprojekt im DIN-A3 Querformat wurde gemeinschaftlich mit dem Colouria Verlag in Karlsruhe realisiert. Die auf der Titelseite, den 12 Monatsblättern und auf dem rückseitigen Übersichtsblatt abgebildeten Nachtfalter, sind auf leicht glänzendem hochwertigem Papier gedruckt und mit einer silberfarbenen Spiralbindung mit Aufhänger zusammengefasst.

Weitere Informationen zum Wandkalender Nachtfalter 2017, alle Motive, Kaufmöglichkeiten und die Fotografenliste gibt es auf der Website des Colouria Verags zu sehen.

Insektensterben in Baden-Württemberg

© Robert Trusch. Silberfleck-Zahnspinner (Spatalia argentina) Argentine MothIn den vergangenen Wochen war in den Medien so Einiges über das dramatische Insektensterben in Deutschland zu lesen. Auch in Baden-Württemberg sind die Rückgänge bei der Artenvielfalt und bei der Anzahl der vorkommenden Schmetterlingen ganz deutlich zu beobachten. Welches Ausmaß das Insektensterben, im Besonderen bei den Schmetterlingen bereits erreicht hat, zeigt der Beitrag mit dem Titel "Immer mehr Fluginsekten verschwinden" vom SWR.

Ich gehe im Folgenden nur auf die Situation der Schmetterlinge ein, auch wenn im Originalfilm noch über andere Insekten berichtet wird. Bei der ersten Bestandsaufnahme, die den Schmetterlingsforscher Dr, Robert Trusch an einem Waldrand in Karlsruhe-Grötzingen während eines Lichtfangs zeigt, wird ein erschreckendes Bild über das Vorkommen heimischer Schmetterlinge präsentiert. Wo an einem warmen Sommerabend mit mehr als 20 Grad auf einem besonders gut geeigneten Biotop üblicherweise mehr als 100 unterschiedliche Arten zu finden sein sollten, konnte der Forscher leider nur knapp 30 verschiedene Arten beobachten. Ein alarmierendes Zeichen, besonders vor dem Hintergrund, dass mehr als 95 Prozent der heimischen Schmetterlingsarten nachtaktiv sind. Und auch die zweite Bestandsaufnahme, zu sehen im letzten Drittel des Films, zeigt bei den tagaktiven Schmetterlingsarten ein ähnlich düsteres Bild. Der Schmetterlingsforscher, unterwegs auf einem ehemaligen Weinberg konnte auch hier nur sehr wenige Arten beobachten, um ein Vielfaches weniger als in früheren Jahren.

Nach Meinung von Dr. Robert Trusch, Schmetterlingskundler und Kurator am Naturkundemuseum Karlsruhe, sind die möglichen Ursachen für die zurückgehenden Zahlen in der Landwirtschaft zu suchen, wo in den letzten Jahren immer raffiniertere Insektizide zum Einsatz kommen. Um zukünftig einen regelmäßigen und konkreten Überblick über die Bestände der Insekten und Pflanzen und um zuverlässige Daten zum Insektensterben zu bekommen, fordert er in Deutschland ein Biodiversitäts-Monitoring, ähnlich wie es das schon seit 15 Jahren in der Schweiz gibt.

Auch andere Insektenforscher schlagen Alarm, denn die Zahl der bestäubenden Insekten geht dramatisch zurück mit weitreichenden Folgen für Mensch und Natur. Der nachfolgende Videobeitrag zum Thema "Immer mehr Fluginsekten verschwinden" wurde in der Sendung "Zur Sache Baden-Württemberg" am 21.07.2016 um 20:15 Uhr ausgestrahlt. (Quelle: SWR)

Berichte zum "Schmetterlingssterben" auf anderen Websites

- BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein:
Schmetterlingssterben / Insektensterben / Bienensterben: Gift, Neonicotinoide, Dünger, Monokulturen

- NABU Berlin:
Weniger Bienen, Fliegen, Schmetterlinge - Dramatischer Rückgang der Fluginsekten

Berichte zu Schmetterlingsmonitoring-Programmen auf dieSchmetterlinge.com

- Schmetterlingsbeobachtungs- und Monitoring-Programme in der Schweiz, eingebunden in die nationale Datenbank "Webfauna", der Plattform für Beobachtungen der Wildfauna der Schweiz mit Sitz in Neuchâtel.